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Leben

Warum Ziele nutzlos sind

Jeder Mensch hat Ziele. Kannst du dich noch daran erinnern, was dein Ziel in der Schule war? Ja klar, zuerst mal der Abschluss, dann eine Ausbildung oder ein Studium. Vielleicht ein toller Job, viel Geld verdienen, gleich eine Familie gründen oder erst mal ins Ausland gehen? Ich glaube es gibt niemanden, der nach der Schule nicht irgendein Ziel hatte.

Der Weg ist das Ziel

Stell dir vor, dein Ziel ist, in zwei Jahren einen Bachelor in Sport zu machen. Du beginnst deine Ausbildung und nach ein paar Monaten merkst du, dass dir das Studium gar nicht gefällt. Oder ein anderes Ziel. Ein Jahr Australien. Und tatsächlich, du gehst als au-pair nach Australien. Nach ein paar Tagen bemerkst du aber, dass du fürchterlich Heimweh hast und Australien von der Ferne irgendwie besser klingt, als es vor Ort ist? Was tun? Ok, du kannst es entweder sein lassen, durchbeißen oder etwas anderes machen.

Love it, take it or leave it

All deine Ziele, die du dir vorgenommen hast — zum Wegschmeißen. Eine Notiz auf einem Zettel. Mehr nicht. Vermutlich bist du mächtig enttäuscht, dass du es nicht geschafft hast und all das Negative zieht dich dann so runter, dass du nur mehr ein Häuflein Elend bist. Ich übertreibe. Aber im Ernst, dein Ziel verwandelt dich von der hochmotivierten zur frustrierten Person. Du hast das Gefühl, es nicht geschafft zu haben. Wie schade. 

Verändere deinen Blickwinkel

Ziele, Ziele, Ziele, gerade im Sport

Stell dir Folgendes vor. Du willst unbedingt in drei Monaten fünf Kilo abnehmen. Du bemühst dich, gehst Joggen, ins Crossfit, isst wirklich gesund. Nur leider nützt es nichts, die Waage zeigt immer 65 kg an. Das Einzige was du im Kopf hast, ist der tägliche Blick auf die Waage und dass sie sich kaum bewegt. Nur 0,5 Kilo hast du an Gewicht verloren. Da du nicht gleich aufgeben willst, trainierst du missmutig weiter und isst jeden Tag noch etwas weniger. Letztendlich hast du dein Ziel nicht erreicht und gibst ganz auf. Zwei Monate später hast du sogar drei Kilo mehr. Was für eine Niederlage. Was du in der Zeit nicht bemerkt hast war, dass sich dein Körper allmählich verändert und sich erst an das Training gewöhnen musste. (Finde mehr dazu im Artikel Prinzip der Adaptation.) Dein Ziel, der Blick auf die Waage, hat dich letztendlich scheitern lassen.

Träume statt Schweinehund

Was will ich dir sagen? Zuerst, Schweinehund ist für mich der blödeste Ausdruck überhaupt. Was soll das eigentlich sein? Zweitens, vergiss deine Ziele. Sie sind nutzlos. Noch mehr als das, behindern sie deinen Fortschritt. Blicke lieber in eine Richtung, in die du dich entwickeln willst. Verwandle dein Ziel in deine Lebenseinstellung, in etwas was dir wirklich ein Anliegen ist. Sportlich oder persönlich.

Richtung statt Ziele

Suche dir ein Thema, das dir wirklich wichtig ist. Warum willst du abnehmen? Weil dünn sein einfach in ist? Weil dein Freund das will? Oder weil du gesund sein willst und gerne surfen lernen oder klettern möchtest und du dir damit einen Traum erfüllst? Es macht Sinn, sich über sein WARUM wirklich Gedanken zu machen. Deine Vision, deine Richtung wird dir dann helfen, wenn es schwierig wird. Mache den ersten Schritt. Nimm dir vor, dass du dein Leben insgesamt umstellen willst, aber nicht nur im Kopf, sondern vom Bauchgefühl her.

Nimm dir vor, dass du langfristig gesund und sportlich sein und etwas Außerordentliches schaffen willst.

Wenn du Läuferin werden möchtest, dann beginne zu trainieren. Mach dir einen Plan, aber denke nicht nur an das Ziel oder an einen Marathon. Das Ziel wäre der Schlusspunkt oder das Ende der Trainingsphase und das willst du ja auf keinen Fall. Ein Wettbewerb sollte auch nicht ein einmaliges Erlebnis sein. Habe Träume und lebe sie. Entscheidend ist, dass du dich stetig verbesserst und dran bleibst. 

Mein Traum

Ich für mich gesprochen habe mit 42 Jahren begonnen, Kitesurfen zu lernen. Es war für mich maximal schwierig, aber ich wollte es unbedingt. Ich wollte es nicht, weil ich dachte, dass es jemand cool findet oder es toll aussieht. Ich wollte es für mich. Ich wollte dieses unglaubliche Gefühl haben, übers Wasser zu surfen. Mein Traum hatte mich durch die gefühlten zweihundert Stürzte und ein verlorenes Brett, durch getragen. Am Ende war ich noch nie glücklicher, als ich es endlich lernte, das Kitesurfen. Was für ein Erlebnis. Dinge schafft man, weil man sie wirklich will und man das EINE Gefühl dabei hat. Nur die Waage und die Kilos anzusehen, reicht da nicht. Du musst einen wirklich bedeutsamen Grund haben, dein WARUM kennen. 

Was ist dein WARUM?

  1. Was ist dein Gefühl bei deinen sportlichen und gesundheitlichen Themen? Fühlt es sich gut und richtig an oder es ist es nur eine kurzfristige Überwindung?
  2. Ziele machen uns verbissen und wenn das Ziel erreicht ist, dann brauchen wir ein neues Ziel.
  3. Ziele versperren die Sicht auf die tollen Dinge, die abseits des Ziels liegen.
  4. Suche dir eine Vision oder einen Traum.
  5. Richtung statt Ziele
  6. Verändere deine Sicht der Dinge
  7. Der Weg ist das Ziel, wie ein alte Weisheit besagt.

Was sind deine sportlichen und persönliche Träume? 
Schreibe mir, ich freue mich auf deine Nachricht. 

By Erika Steger, 9. Januar 2019
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About me
Hallo, ich bin Erika, dein Health Coach!
Ich helfe Menschen, Sport und eine gesunde Lebensweise in ihr Leben zu integrieren. Ich bin davon überzeugt, dass sich Menschen völlig neu orientieren und alte Denkweisen überwinden können, um jeden Tag etwas Gesünderes zu tun. Ich liebe Sport und Bewegung. Am liebsten mache ich Yoga, Mountainbiken und Kitesurfen.
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